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DIE MAGIE DES SCHREIBENS

Jetzt sind doch ein paar Tage vergangen, seitdem ich meinen letzten Blogbeitrag mit euch geteilt habe. Ganz schön viel passiert. Ich habe mein Online Klassen Angebot erweitert, meine Website um gebastelt, mein Büro zu Hause zum Home-Studio umgebaut und diesen Blogbeitrag für euch geplant.

Bevor ich aber auf mein Blogthema heute etwas genauer eingehe, möchte ich zu Beginn DANKE sagen! Danke an alle Kursteilnehmer, die bis jetzt an meinen Online Stunden teilgenommen haben, die mir auch in diesen schwierigen Zeiten das Gefühl von Zusammenhalt geben. Danke für eure Offenheit, neue Dinge auszuprobieren und für euer Vertrauen. Gemeinsam werden wir diese Zeit überstehen und das Beste aus der Situation machen. Ihr seid spitze!




Lange habe ich hin und her überlegt, welchem Thema ich mich als nächstes widmen möchten.


Wir befinden uns momentan in einer Zeit des Wandels, der persönlichen Entschleunigung, daher möchte ich euch JOURNALING etwas näher bringen und erklären, wie ihr durch tägliches Schreiben Klarheit in eure Gedanken bringt und vor allem einen Weg zu euch selbst findet.



Fangen wir bei mir an. Ich habe lange gebraucht um voll und ganz mit dem Journaling (wird später noch erklärt) anzufangen. Bestimmt über ein Jahr. Immer wieder habe ich damit begonnen, es einige Tage durchgezogen und dann wieder ganz langsam ab ebben lassen. Warum? Mir fehlte der Wille, mich bewusst hinzusetzen, die Füße mal still zu halten und nach innen zu hören. Da meine allerliebste Tageszeit der frühe Morgen ist (wenn du meinen letzten Blogbeitrag gelesen hast, weißt du, dass mein Wecker um 4:53 Uhr klingelt 😊), wollte ich unbedingt, dass es morgens funktioniert, ich mich mit meiner Tasse Kaffee, Notizbuch und Stift hinsetze, um meine Gedanken und Gefühle aufs Blatt zu bringen. Es klingt ja auch immer so schön einfach in den ganzen Zeitschriften, Instagram Beiträgen, da musst du dich einfach nur hinsetzen und drauf los schreiben. Easy.


In meiner Realität sah das dann doch ein bisschen anders aus. Nach meinem kurzem Yoga Flow (auch dieses Ritual kennst du, wenn du meinen letzten Beitrag gelesen hast 😉) habe ich mich also hingesetzt und wollte so richtig kreativ sein. Meine Gedanken aufs Papier bringen und dann ganz reflektiert in den Tag starten. Was passierte ist, dass ich mehr darüber nach dachte, was ich meiner Tochter zur Brotzeit für den Kindergarten machen könnte, welche Kurse ich für den Tag noch vorbereiten musste, ob wir noch genügend Butter fürs Brot zu Hause hatten und ob es der Hund noch aushält, wenn ich vor dem Gassi gehen doch noch unter die Dusche springe. Ja kurzum, alle Versuche scheiterten. Aus Gedanken und Gefühlen, aufs Papier zu bringen, wurden Einkaufslisten und Musikideen für meine Playlist in den Kursen. Also lies ich es wieder bleiben mit dem Journaling.


Zur Erklärung: WAS IST EIGENTLICH JOURNALING?


Hast du früher auch immer Tagebuch geschrieben? Oh, ich habe es geliebt. So viel Herzschmerz, weil meine große Liebe in der Grundschule nicht neben mir sitzen wollte, so viel Streitereien mit den Eltern, jedes noch so „wichtige“ Ereignis wurde fein säuberlich dokumentiert. Selbstverständlich mit genauem Datum, Ort und die Unterschrift am Ende durfte bei mir auch nie fehlen. Meine Nachkommen sollten keinesfalls an der Echtheit dieser wertvollen Schriften zweifeln.


So ähnlich wie das Tagebuch schreiben, funktioniert auch das Journaling. Es gibt aber einen ganz entscheidenden Unterschied. Anstatt Ereignisse des Tages genau zu dokumentieren, liegt der Fokus viel mehr auf deinen Gedanken, deinem Inneren und Gefühlen.

Fragen wie: Was treibt dich an?

Wie fühlst du dich?

Was kannst du heute besser machen als gestern?

Was kannst du loslassen?

Was macht dich glücklich?

Wofür bist du dankbar?

Bist du glücklich?

Jeder neue Tag ist wie ein kleines Leben, dass du jeden Morgen geschenkt bekommst.

Was der Tag dir bringen mag, das hängt zum großen Teil von dir selbst ab, von deiner Einstellung zu ihm und deinen Gedanken.


Mit Journaling gibst du dir die Möglichkeit, Struktur und Klarheit in deine Gefühle und Gedanken zu bringen. Du kannst dir Wünsche, Träume ganz bewusst vor Augen führen und visualisierst sie damit nicht nur, sondern schenkst ihnen mehr Bedeutung.

Für mich wurde Journaling zu einem der stärksten Tools für meine persönliche Weiterentwicklung.


Jetzt kann es sein, dass du noch nie der „Schreiberling“ warst, der einfach darauf los schreiben konnte und die Wörter nur so aus dir heraus sprudelten. Das ist gar nicht schlimm. Es gibt so viele wunderschöne Journaling Notizbücher, Kartensets, die genau darauf ausgerichtet sind. Sie enthalten Gedankenanstöße und Ideen, um dir einen einfachen Zugang zu deinen Gedanken zu ermöglichen.

Achte bei der Auswahl darauf, dass es dir auch wirklich gefällt. Das mag blöd klingen, aber das Auge isst nicht nur, sondern schreibt auch mit. Dein Herz wird dich genau zum richtigen Buch führen.


Hab Vertrauen.


Sonst benötigst du nur noch einen Stift, mit dem du gut schreiben kannst. Ich empfehle dir dein Journaling Buch handschriftlich zu führen, da es dir noch mehr Bezug gibt und es eine ganz andere Wirkung hat.


Ganz wichtig: hab Spaß an der Sache und nimm dir Zeit. Es braucht gar nicht viel davon. Manchmal sind es vielleicht nur 5 Minuten, an anderen Tage 15 Minuten. Ganz egal. Ausschlaggebend ist dabei nur, dass du während dieser Zeit, im Moment bist.

Präsent bei dir und deinen Gedanken.


Jetzt komme ich nochmal auf mich zurück.

Meine zahlreichen Versuche scheiterten also. Aber dann war vor einiger Zeit der Moment gekommen, an dem ich mich nochmal hingesetzt habe, bewusst mit dem Gedanken, Zeit für mich zu nehmen. Ich fing an zu schreiben, Gedanken purzelten nur so aus mir heraus.

Nach ca. 20 Minuten stand alles in meinem Journaling Buch. Ich las es mir durch, nichts zu lesen von Einkaufslisten oder Musiktiteln. Ich las nur meine Gefühle, Gedanken und Visionen.


Es war mein Moment. Der Moment eines Neuanfangs. Ich spürte auf einmal ein warmes Gefühl, nachdem ich mir alles von der Seele schrieb. Seit diesem Tag schreibe ich regelmäßig in mein Buch und gehe auf die Reise nach innen. Zu mir.


Du bist dein sicheres Zuhause. Kümmere dich darum.


Hab Mut, bleib dran und gebe nicht auf! Gute Dinge brauchen ihre Zeit und manchmal auch mehr Anläufe. Glaub an dich, an deine innere Stärke und lass dich nicht vom Weg abbringen.


Vielleicht magst du schon jetzt, nachdem du diesen Beitrag gelesen hast, ein Notizbuch, einen Stift zur Hand nehmen und deinen ersten Eintrag schreiben.


Ich helfe dir gerne mit ein paar Gedankenanstöße:


Für was bist du im Moment dankbar?

Was war gestern dein schönster Moment?

Worauf bist du stolz?

Worauf möchtest du dich heute fokussieren?


Abschließend möchte ich sagen: es gibt kein richtig oder falsch. Mach es nach deinem Bauchgefühl, spüre nach innen, es zeigt dir deinen Weg.


Stay wild, moonchild!

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